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Aufstockung Holzbau: Leicht, nachhaltig und zukunftsorientiert erweitern

Dachaufstockung

Es gibt Szenarien, in denen auch ein grösseres Haus nicht mehr genug Platz bietet. Beispielsweise kann die Geburt eines Babys, die Pflege einer verwandten Person oder Veränderungen der beruflichen Situation mehr Nutzfläche erforderlich machen. Eine Aufstockung ist optimal, um Raum zu gewinnen, ohne die Grundfläche des Hauses zu vergrössern. Besonders sinnvoll ist eine Aufstockung im Holzbau.

Holz ist ein leichter und nachhaltiger Rohstoff, der umweltschonendes Bauen ermöglicht. Die Baumberger Bau AG errichtet Einfamilienhäuser und Mehrfamiliengebäude in Holzbauweise, sowie auch Aufstockungen, Anbauten, Hallen und Carports. Da wir über eine eigene Architekturabteilung verfügen, übernehmen wir auch die Planung.

In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Vorteile insbesondere eine Aufstockung im Holzbau für die Umwelt und den Energieverbrauch mit sich bringt.  

Energiekonzept & Nachhaltigkeit bei der Aufstockung

Mit einer Aufstockung können sowohl das bestehende Haus als auch der neue Gebäudeteil optimiert werden. Der neue Aufbau muss die geltenden Standards für Dämmung erfüllen, der beim Bestand häufig nicht gegeben ist. 

Dass die neuen Dach- und Fassadenflächen sehr gut gedämmt werden, liegt auf der Hand. Wichtig ist es, die Übergänge an den Anschlussstellen sauber und exakt umzusetzen, an denen die Aufstockung auf das bisherige Gebäude trifft.  

Bei der Aufstockung wird die bestehende Haustechnik oft zum Engpass. Deshalb kommt es darauf an, ein gemeinsames Gesamtsystem zu schaffen, statt zwei unabhängige Konzepte parallel zu verwenden. Sinnvoll ist es zum Beispiel, die fossile Wärmegewinnung vollständig durch eine Wärmepumpe zu ersetzen. 

Welche Materialvorteile der Holzbau bei einer Aufstockung bietet

Aufstockung Holzbau

Eine Aufstockung in Holzbauweise hat gegenüber dem Massivbau eine Reihe von Vorteilen. Einer der wichtigsten ist das vergleichsweise geringe Eigengewicht von Holz. Wird ein Haus damit aufgestockt, entstehen deutlich tiefere Zusatzlasten auf das bestehende Fundament und die Wände. Dies reduziert die Herausforderungen für die Statik und macht weniger Verstärkungen notwendig.

Zudem besitzt Holz eine hohe Tragfähigkeit, wodurch sich recht schlanke Wand- und Deckenkonstruktionen umsetzen lassen. Dadurch entstehen effizientere Grundrisse und grössere, nutzbare Innenflächen.

Ein weiterer Pluspunkt einer Aufstockung im Holzbau ist der hohe Grad an Vorfertigung. Die benötigten Elemente lassen sich präzise in der Produktionsstätte herstellen, bevor sie zur Baustelle transportiert werden. So wird die Montagezeit vor Ort erheblich verkürzt. Die Vorfertigung in der geschlossenen Halle ermöglicht ausserdem eine termingetreue Arbeit, weil sie nicht vom Wetter abhängig ist.

Da Holz von Natur aus eine geringe Wärmeleitfähigkeit hat, dämmt es sehr gut. Im Winter hält es die Wärme drinnen und die Kälte draussen, während im Sommer angenehme Temperaturen in den Räumlichkeiten herrschen. Die natürliche Dämmfähigkeit wirkt sich positiv auf die Gestaltungsoptionen bei der Aufstockung aus, weil die Wände schmal gestaltet werden können.

Insgesamt bringen die genannten Aspekte auch finanzielle Vorteile mit sich. Das geringe Gewicht von Holz reduziert die Transportkosten, auch muss die Baustelle nicht aufwendig gereinigt werden. Zudem bleiben hohe Investitionen in die Statik und die Dämmung erspart.

Wie der Holzbau Energie spart und Ressourcen schont  

Der Holzbau kann sowohl im Bauprozess als auch über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes Energie einsparen und Ressourcen schonen.

Beim Wachsen bindet ein Baum CO₂ aus der Atmosphäre. Dieses bleibt auch dann noch im Holz gebunden, wenn es verbaut wurde. Dadurch hat Holz eine sehr günstige CO₂-Bilanz. Dazu kommt, dass Holz nicht hergestellt werden muss, sondern permanent nachwächst. Für die Verarbeitung durch Sägen, Hobeln und andere Tätigkeiten sind im Vergleich zur Fertigung anderer Baumaterialien deutlich weniger Energie notwendig

Die guten Dämmwerte von Holz tragen auch dazu bei, dass Energie eingespart werden kann. Denn Sie müssen in einem Holzhaus in Winter weniger heizen. Die Kälte von draussen dringt langsamer durch die Holzwände und die Hitze wird kaum nach aussen geleitet. An heissen Sommertagen müssen Sie seltener die Klimaanlage einschalten, da sich die Räume weniger aufheizen.

Auch am Ende seiner Nutzungszeit trägt Bauholz zur Ressourcenschonung bei. Die Bauteile können auf verschiedene Arten wiederverwendet oder recycelt werden. Vor allem diese Optionen gibt es:

  • Naturbelassenes Altholz eignet sich eventuell für die Herstellung von Möbeln oder Wandverkleidungen im Vintage-Stil.
  • Schlechter erhaltenes Altholz kann zerkleinert und für die Produktion von Spanplatten verwendet werden, aus denen etwa Möbel gefertigt werden.
  • In einem Biomassekraftwerk wird Altholz verbrannt, um Strom oder Fernwärme zu erzeugen.

Investition, Zeitrahmen und Wertsteigerung durch eine Holzbau-Aufstockung

Aufstockung Holzbau

Eine Aufstockung im Holzbau ist eine wirtschaftlich interessante Möglichkeit, zusätzlichen Wohn- oder Nutzraum zu schaffen, ohne neue Grundstücksflächen zu versiegeln. Durch das geringe Eigengewicht des Materials können bestehende Gebäude ohne eine Verstärkung des Fundaments nach oben erweitert werden. Dies reduziert die Investition in die Baumassnahme erheblich.

Auch der hohe Vorfertigungsgrad wirkt sich finanziell aus. Wand-, Dach- und Deckenelemente werden präzise produziert und auf der Baustelle in kurzer Zeit montiert. Dadurch verkürzen sich die Bau- und die Gerüststandzeit sowie witterungsbedingte Verzögerungen. Besonders bei bewohnten Gebäuden ist die schnelle Bauabwicklung ein wichtiger Vorteil.

Der Zeitrahmen einer Aufstockung im Holzbau ist üblicherweise deutlich kürzer als bei Massivbauweisen. Während die Planungs- und Genehmigungsphase weiterhin mehrere Monate in Anspruch nehmen kann, erfolgt die Montage innert weniger Tage oder Wochen. Daran schliessen der Innenausbau sowie die technischen Arbeiten an.

Die zusätzlichen Räumlichkeiten, die durch eine Aufstockung entstehen, können Sie auf unterschiedliche Weisen nutzen. Aus finanzieller Sicht attraktiv sind vor allem diese Optionen:

  • Eine grossflächige Aufstockung kann als Gästewohnung verwendet werden, um regelmässige Mieteinnahmen zu generieren.
  • In der Aufstockung können Sie ein Homeoffice unterbringen, das das Arbeiten zu Hause ermöglicht.
  • Auf der zusätzlichen Fläche können geschäftliche Räume eingerichtet werden, etwa ein Friseur- oder ein Beauty-Salon.

Neben der zusätzlichen Nutzfläche kann eine Aufstockung auch den Wert der Immobilie steigern. Schliesslich handelt es sich um eine architektonische Modernisierung mit einer verbesserten Energieeffizienz. Dies macht das Haus auf dem Immobilienmarkt attraktiver.

Welche Genehmigungen und baurechtlichen Vorgaben gelten für die Aufstockung mit Holz?

Aufstockung Holzbau

Eine Aufstockung ist grundsätzlich bewilligungspflichtig. Es muss daher ein Baugesuch bei der zuständigen Gemeinde eingereicht werden. Darin enthalten sind unter anderem die Pläne des Architekten sowie Konzepte für Statik, Energie und Brandschutz. Auch müssen Angaben zur Nutzung und Erschliessung gemacht werden. 

Vor der Aufstockung muss geprüft werden, ob der Bestand die zusätzliche Last aufnehmen kann. Gerade in diesem Bereich bietet Holz aufgrund seines geringen Gewichts Vorteile. Trotzdem sind Tragwerksanalysen und Verstärkungskonzepte im Baugesuch erforderlich. 

Der Brandschutz spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für die Bewilligung einer Aufstockung. Es müssen strenge Anforderungen erfüllt werden, die etwa den Feuerwiderstand der Tragkonstruktion sowie die Flucht- und Rettungswege betreffen. Berücksichtigt werden müssen ebenso die Standards der MuKEn, die vor allem für die Wärmedämmung und die Energieeffizienz gelten.

Handelt es sich um ein Gebäude, das unter Denkmalschutz steht oder sich im historischen Ortskern befindet, dann können bestimmte Einschränkungen vorhanden sein. Diese beziehen sich meist auf die Dachform, die Fassadengestaltung oder die Gebäudehöhe.

Wie viel Zeit das Bewilligungsverfahren in Anspruch nimmt, hängt von Gemeinde und Kanton sowie der Komplexität der Aufstockung ab. Typischerweise können Sie damit rechnen, dass das Verfahren nach drei bis vier Monaten abgeschlossen ist, es kann jedoch auch länger dauern. 

Mit Holz aufstocken heisst zukunftssicher bauen und nachhaltig investieren

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